Kellerasseln im Haus – harmlos oder ein Warnzeichen für Feuchtigkeit?
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Kellerasseln im Haus sorgen bei vielen Menschen für Unbehagen. Die kleinen, grau gefärbten Tiere tauchen häufig im Keller, Bad oder Erdgeschoss auf und werfen schnell die Frage auf: Sind sie gefährlich – oder ein Hinweis auf ein größeres Problem? In diesem Ratgeber erfahren Sie, was hinter dem Auftreten von Kellerasseln steckt und wie Sie richtig damit umgehen.
Was sind Kellerasseln eigentlich?
Kellerasseln gehören streng genommen nicht zu den Insekten, sondern zu den Krebstieren. Sie leben bevorzugt in feuchten Umgebungen und ernähren sich von organischem Material wie abgestorbenen Pflanzen oder Schimmel.
Typische Merkmale:
- graue, ovale Körperform
- mehrere Beinpaare
- langsame Bewegung
- rollen sich bei Gefahr teilweise zusammen
Sie sind vor allem nachts aktiv und meiden Licht.
Sind Kellerasseln im Haus gefährlich?
Die gute Nachricht: Kellerasseln sind für den Menschen völlig harmlos.
Sie:
- übertragen keine Krankheiten
- beißen oder stechen nicht
- verursachen keine direkten Schäden an Möbeln oder Lebensmitteln
Allerdings können sie indirekt auf ein Problem hinweisen – und genau das macht sie relevant.
Warum kommen Kellerasseln ins Haus?
Kellerasseln suchen vor allem eines: Feuchtigkeit. Ihr Auftreten ist daher oft kein Zufall.
Häufige Ursachen:
- hohe Luftfeuchtigkeit im Keller oder Bad
- schlechte Belüftung
- undichte Rohre oder Wasserschäden
- feuchte Wände oder Böden
- Kontakt zum Garten (z. B. durch Türen oder Fenster)
Sie gelangen meist von außen ins Haus – etwa durch kleine Spalten oder offene Zugänge.
Sind Kellerasseln ein Warnzeichen für Feuchtigkeit?
Ja – in den meisten Fällen sind Kellerasseln ein deutliches Indiz für ein Feuchtigkeitsproblem.
Das bedeutet:
- Die Umgebung bietet ideale Lebensbedingungen
- Es könnte ein verstecktes Feuchtigkeitsproblem vorliegen
- Schimmelbildung ist möglich
Besonders wenn Kellerasseln häufiger auftreten, sollten Sie die Ursache genauer prüfen.
Typische Fundorte im Haus
Kellerasseln halten sich bevorzugt an feuchten, dunklen Orten auf:
- Keller
- Badezimmer
- Waschküchen
- Erdgeschossräume mit Bodenfeuchte
- Bereiche nahe Türen zum Garten
Wenn sie in Wohnräumen auftauchen, ist das oft ein Hinweis darauf, dass die Feuchtigkeit bereits zunimmt.
Was hilft wirklich gegen Kellerasseln?
1. Feuchtigkeit reduzieren (wichtigster Schritt)
Da Kellerasseln auf Feuchtigkeit angewiesen sind, ist dies die effektivste Maßnahme:
- regelmäßig lüften (Stoßlüften)
- Luftentfeuchter einsetzen
- nasse Stellen beseitigen
- Heizen von betroffenen Räumen
Ohne Feuchtigkeit verschwinden Kellerasseln meist von selbst.
2. Ursachen beheben
- undichte Rohre reparieren
- Wasserschäden beseitigen
- Wände und Böden abdichten
- Drainage im Außenbereich prüfen
Nur so lässt sich das Problem dauerhaft lösen.
3. Zugänge verschließen
- Ritzen und Spalten abdichten
- Türschwellen sichern
- Fenster und Kellerzugänge prüfen
So verhindern Sie, dass neue Tiere eindringen.
4. Mechanische Maßnahmen
- Kellerasseln aufsammeln oder absaugen
- einfache Fallen aufstellen
Diese Maßnahmen helfen kurzfristig, lösen aber nicht die Ursache.
Was bringt nichts oder nur wenig?
Einige Methoden sind wenig effektiv:
- Insektensprays (meist unnötig)
- kurzfristige Hausmittel ohne Ursachenbehebung
- Ignorieren der Feuchtigkeit
Da Kellerasseln keine klassischen Schädlinge sind, ist Chemie in der Regel nicht erforderlich.
Wann sollte man genauer hinschauen?
Kellerasseln sind zwar harmlos, können aber auf ernsthafte Probleme hinweisen.
Achten Sie besonders auf:
- häufiges oder massenhaftes Auftreten
- sichtbare Feuchtigkeit oder Schimmel
- muffigen Geruch
- nasse Wände oder Böden
In solchen Fällen sollten Sie die Ursache unbedingt klären.
Vorbeugung: Kellerasseln vermeiden
Mit einfachen Maßnahmen können Sie Kellerasseln langfristig fernhalten:
- Räume trocken halten
- regelmäßig lüften
- Feuchtigkeitsquellen vermeiden
- Außenbereiche sauber halten (Laub, Holz etc.)
- Keller gut abdichten
Vorbeugung ist hier besonders effektiv.
Fazit: Harmlos, aber ein wichtiges Signal
Kellerasseln im Haus sind kein gesundheitliches Risiko – sie sind harmlos für Menschen. Dennoch sollten Sie ihr Auftreten ernst nehmen, denn sie sind oft ein klares Zeichen für zu hohe Feuchtigkeit.
Die wichtigste Maßnahme ist daher nicht die Bekämpfung der Tiere selbst, sondern die Beseitigung der Ursache. Wer die Feuchtigkeit in den Griff bekommt, wird auch die Kellerasseln schnell wieder los.
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