Schädlinge im Keller: Die häufigsten Arten und Ursachen

April 20, 2026
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Der Keller wird im Alltag oft vernachlässigt. Man lagert dort Vorräte, alte Möbel oder Werkzeug – und kontrolliert den Raum selten genauer. Genau das macht ihn zum idealen Lebensraum für Schädlinge. Feuchtigkeit, Dunkelheit und wenig Störung bieten vielen Arten optimale Bedingungen.

Wer Schädlinge im Keller frühzeitig erkennen will, sollte wissen, welche Arten dort typischerweise vorkommen – und warum sie sich dort so wohlfühlen.

Warum ist der Keller so anfällig für Schädlingsbefall?

Keller sind in vielen Gebäuden schlecht belüftet und neigen zur Feuchtigkeitsansammlung. Risse im Mauerwerk, undichte Rohre oder mangelnde Dämmung verstärken das Problem zusätzlich.

Diese Bedingungen sind für viele Schädlinge ideal. Sie finden dort Schutz vor Kälte, ausreichend Feuchtigkeit und in gelagerten Lebensmitteln oder organischen Materialien eine zuverlässige Nahrungsquelle.

Hinzu kommt, dass Kellerbereiche oft wochenlang nicht betreten werden. Ein Befall kann sich daher ungestört ausbreiten, bevor er überhaupt auffällt.

Kellerasseln: Häufig, aber oft missverstanden

Kellerasseln gehören zu den bekanntesten Kellerbewohnern. Sie sind keine Insekten, sondern Krebstiere – und an sich harmlos für Mensch und Gebäude.

Ihr Vorkommen ist jedoch ein klares Warnsignal. Kellerasseln benötigen hohe Feuchtigkeit zum Überleben. Wer sie regelmäßig im Keller findet, sollte das als Hinweis auf ein Feuchtigkeitsproblem verstehen und die Ursache gezielt suchen.

Silberfische: Kleine Tiere mit großem Schadenspotenzial

Silberfische bevorzugen feuchte, warme Räume und sind daher auch im Keller häufig anzutreffen. Sie ernähren sich von stärkehaltigen Materialien – darunter Papier, Pappe, Tapeten und Textilien.

Gelagerte Akten, Kartons oder alte Bücher können dadurch dauerhaft beschädigt werden. Da Silberfische nachtaktiv und sehr schnell sind, bleibt ein Befall oft lange unentdeckt.

Ratten und Mäuse: Gefährlich und schwer zu kontrollieren

Nager zählen zu den problematischsten Schädlingen im Kellerbereich. Sie gelangen über Risse im Mauerwerk, offene Lüftungsöffnungen oder undichte Rohrdurchführungen ins Gebäude.

Im Keller finden sie ideale Bedingungen: Wärme, Schutz und häufig gelagerte Lebensmittel. Ratten und Mäuse können erhebliche Schäden anrichten – sie nagen an Kabeln, Rohren und Dämmmaterialien und übertragen zudem Krankheitserreger.

Ein Befall sollte immer professionell bekämpft werden, da Nager sich schnell vermehren und schwer zu kontrollieren sind.

Schimmelkäfer und Speckkäfer: Gefahr für Vorräte

Wer im Keller Lebensmittel lagert, ist besonders gefährdet. Schimmelkäfer, Speckkäfer und verwandte Arten befallen gelagerte Vorräte, Trockenfrüchte, Nüsse oder getrocknete Kräuter.

Sie gelangen oft über bereits befallene Produkte ins Haus und breiten sich dann im Lager aus. Befallene Vorräte müssen vollständig entsorgt werden – eine gezielte Bekämpfung durch einen Kammerjäger ist bei starkem Befall unumgänglich.

Spinnen: Kein Schädling, aber ein Indiz

Spinnen selbst sind für den Menschen ungefährlich und ernähren sich von anderen Insekten. Ihre Anwesenheit im Keller ist daher kein Problem – sie kann aber darauf hinweisen, dass andere Insekten als Nahrungsgrundlage vorhanden sind.

Wer ungewöhnlich viele Spinnen im Keller entdeckt, sollte gezielt nach weiteren Schädlingen suchen.

Die häufigsten Ursachen für Schädlingsbefall im Keller

Die Ursachen lassen sich in den meisten Fällen auf einige wenige Faktoren zurückführen. Feuchtigkeit durch schlechte Belüftung oder bauliche Mängel ist der häufigste Auslöser. Offene Zugangspunkte wie Risse, undichte Lüftungsöffnungen oder schlecht abgedichtete Rohrdurchführungen ermöglichen Nagern und Insekten den Eintritt.

Ungeordnete Lagerung von Lebensmitteln, Kartons und organischen Materialien bietet Nahrung und Nistmöglichkeiten. Mangelnde Kontrolle und selten genutzte Räume begünstigen eine ungestörte Ausbreitung.

Was Sie tun können

Regelmäßige Kontrollen des Kellers – mindestens einmal im Monat – helfen dabei, einen Befall frühzeitig zu erkennen. Lebensmittel sollten in dicht schließenden Behältern gelagert werden, Kartons durch Kunststoffboxen ersetzt werden.

Feuchtigkeit lässt sich durch regelmäßiges Lüften, den Einsatz eines Luftentfeuchters oder durch gezielte bauliche Maßnahmen reduzieren. Risse und offene Durchführungen sollten zeitnah abgedichtet werden.

Fazit: Keller regelmäßig im Blick behalten

Der Keller ist kein Selbstläufer. Wer ihn selten kontrolliert und bauliche Mängel ignoriert, schafft ideale Bedingungen für Schädlinge aller Art.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Wer seinen Keller kennt, erkennt einen Befall früh – und kann rechtzeitig handeln.

Bei einem konkreten Verdacht oder einem bestehenden Befall hilft ein professioneller Kammerjäger, die Situation schnell und nachhaltig zu lösen.

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